Der Strauch der eigentlich ein Baum werden wollte:
Wenn man die Assam-Teepflanze so
wachsen liesse, wie sie wollte, würde sie 15 bis 20 Meter hoch werden. In einigen Teegärten lässt man denn auch hin und wieder eine als Schattenspender in die Höhe schiessen. Ansonsten werden die Teepflanzen zu einem meterhohen Strauch zurückgeschnitten. An so gestutzten Sträuchern kann man die Blätter leichter ernten. Der Strauch entwickelt immer wieder neue Triebe, die ein intensiveres Aroma haben als die Blätter eines Baumes.Tee ist biologisch mit den Kamelienarten verwandt und gehört zur
Pflanzenfamilie der Theaceae. Teebüsche haben weisse Blüten und grüne Früchte. Zu Tee werden lediglich die Blätter und Knospen verarbeitet. Es gibt nur drei verschiedene Teepflanzen. Die Vielfalt an Teesorten entsteht durch die unterschiedlichen klimatischen Bedingungen der jeweiligen Anbaugebiete und durch unterschiedliche Verarbeitungsmethoden.![]() |
| Für Spitzentees werden nur
die beiden obersten Blätter und die Knospe verwendet. |
(China-Tee oder China-Busch)
Die in China wildwachsenden Teesträucher wurden etwa 3 000 v. Chr. entdeckt. China-Büsche haben die schmalsten und zartesten Blätter der drei Arten, deshalb gewinnt man aus ihnen den Tee mit dem feinsten Aroma. Sie vertragen Kälte besser als die anderen beiden Teepflanzen. Ohne Beschneiden werden China-Büsche drei bis vier Meter hoch und bleiben strauchartig.
(Assam-Tee oder Assam-Busch)
Die nach ihrem Fundort am Oberlauf des Brahmaputra benannte Teepflanze ist ein echtes Tropengewächs, das viel Wärme und hohe Luftfeuchtigkeit braucht. 1823 entdeckte ein Schotte wildwachsende Teebäume in Assam. Die Blätter des Assam-Busches sind breiter und ihr Aroma ist kräftiger als das der China-Büsche. Unbeschnitten wird aus der Assam-Pflanze ein 15 bis 20 Meter hoher Baum.
Sie ist eine besonders widerstandsfähige Kreuzung zwischen China-
und Assam-Pflanze: Ihre Blätter sind schmaler als die von Assam- und breiter als die von China-Büschen. Heute sind Hvbridpflanzen Grundlage fast aller Teekulturen der Welt.![]() |
| Teeblätter von
Assam-Büschen, Hybridpflanzen, China-Büschen (von links). |
Wächst Tee auch in Ostfriesland:
Antwort: Unmöglich. Für den Teeanbau kommen hauptsächlich Länder
mit subtropischem Klima in Frage. Mindestens fünf Stunden Sonne täglich und regenreiche Nächte (1600 Liter Niederschläge pro Jahr) benötigen die tief im Boden wurzelnden Pflanzen. Diese optimalen Bedingungen findet man am ehesten in Höhenlagen. Deshalb werden Spitzentees (High-Grown-Teas) ab 1500 Meter geerntet. Allerdings bürgt die Pflanze allein noch nicht für Qualität. Boden, Klima und Verarbeitung kommen als Gütefaktoren hinzu.
Innerhalb der Erntezeiten alle zehn
bis 1 4 Tage. So lange dauert es, bis ein Teestrauch nach der Pflückung wieder zwei Blätter und eine Knospe (1wo leaves and a bud) gebildet hat.
Durch Samen und Stecklinge. Die
meisten Plantagen leisten sich eine Pflanzenschule, in der sie Teebüsche aus Stecklingen (kurzer Zweig mit Blatt und kleiner Knospe) ziehen. Es dauert drei Jahre, bis aus einem Steckling ein Strauch wird, den man dann in das Teefeld aussetzen kann.![]() |
| Ein Teestrauch kann über
100 Jahre alt werden. Alle 25 Jahre werden die Pfahlwurzler in den Plantagen bis auf den Stumpf zurückgeschnitten, damit sie wieder besser austreiben. |