| Lateinisch | Synonyme | Beschreibung |
| Blütezeit | Verwendet werden | Zusammensetzung |
| Eigenschaften | Anwendungen | Geschichte |
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Polygonum Bistorta L.
Familie der Knöterichgewächse
Wiesenknöterich
, Otterwurz
Der Schlangenknöterich ist eine ausdauernde Pflanze, die man auf
Bergweiden, in feuchten Wiesen und auf sumpfigen Böden recht häufig antreffen kann. Der gerade, einfache Stengel kann bis zu 120 Zentimeter hoch werden. Die Blätter sind auf der Oberseite grün, auf der Unterseite meergrün und flaumig. Die unteren Blätter sind langgestielt und oval. Während sie nach oben hin spitz zulaufen, sind sie nach unten hin verschmälert und bilden auf dem Blattstiel wellige Flügel. Die anderen Blätter sind sitzend. Die rosafarbenen Blüten stehen in sehr dichten, endständigen Scheinähren zusammen, die länger als breit sind. Der verwachsene, schlangenartig gewundene Wurzelstock ist aussen rötlichbraun, innen rosafarben.* Bitte fragen Sie immer noch einen Arzt oder Apotheker, bevor Sie eine Behandlung oder eine längere Kur mit Kräutern aller Arten beabsichtigen !
Die Blütezeit des Schlangenknöterichs reicht von Mai bis Juli.
Der Wurzelstock erntet man im Herbst.
Verwendet wird der Wurzelstock.
Tanninstoffe
, Fruchtzucker, Oxalsäure, roter Farbstoff, Stärke, Pflanzensehleim, Harze, Vitamin C
Zusammenziehend
, stopfend, blutandrangstillend, desinfizierend, stärkend
Durchfall
, Ruhr, Harninkontinenz, Halsweh
Der botanische Name des Schlangenknöterichs, »Polygonum bistorta«, zeigt an, dass
diese Pflanze zur Familie der Knöterichgewächse (Polygonaceae) gehört, deren Name sich von den beiden griechischen Wörtern »polys« (»mehrere«) und »gony« (»Knie«) herleitet. Die Bezeichnung »Schlangenknöterich« ist wahrscheinlich eine Anspielung auf die Form der Wurzel, die sich schlangenähnlich verknotet und windet. Die Wirkung des Schlangenknöterichs, insbesondere die seiner Wurzel, ist oft mit derjenigen der peruanischen Ratanhiawurzel oder der Blutwurz verglichen worden; auch diese beiden Pflanzen enthalten grosse Mengen an Tannin.
Aufguss:
30-40 Gramm zerkleinerte Wurzeln in einem Liter Wasser so lange
kochen lassen, bis ein Drittel davon verdampft ist. Von diesem Aufguss trinkt man bei Durchfall vier Tassen pro Tag, und zwar zwischen den Mahlzeiten.Wein:
125 Gramm Wurzeln zerkleinern und 24 Stunden lang in einem
Viertelliter 45 %igem Alkohol weichen lassen. Danach einen Liter Rotwein (Bordeaux) hinzugeben und das Ganze vier Tage lang ruhig stehen lassen. Filtrieren. Täglich 50-150 Gramm von diesem stärkenden Wein trinken (Rezept von Leclerc).* Bitte fragen Sie immer noch einen Arzt oder Apotheker, bevor Sie eine Behandlung oder eine längere Kur mit Kräutern aller Arten beabsichtigen !
Gurgelwasser und Mundspülung:
150 Gramm vom Wurzelstock eine halbe Stunde lang in einem Liter
Wasser kochen, filtrieren und erkalten lassen. Bei Entzündungen des Zahnfleischs, der Mandeln oder des Halses verwendet man dieses Mittel als Gurgelwasser oder zur Mundspülung.* Bitte fragen Sie immer noch einen Arzt oder Apotheker, bevor Sie eine Behandlung oder eine längere Kur mit Kräutern aller Arten beabsichtigen !
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