Kräuter-Anbau:

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Einen Kräutergarten anlegen:

Voraussetzung für das optimale Gedeihen der meisten Kräuter ist ein sonniger und windgeschützter Platz, bevorzugt natürlich in Küchennähe, damit die Wege zum Ernten nicht zu weit sind. Fast alle Kräuter lieben einen humushaltigen, lockeren Gartenboden, der während des Jahres ab und zu sparsam gedüngt werden darf. Manche Kräuter, wie Kümmel oder Beifuss, mögen überhaupt keinen zusätzlichen Dünger.

Kräuter mit einem hohen Anteil an ätherischen Ölen entwickeln auf stickstoffreichen Böden weniger Aromastoffe, sie »schiessen« lediglich ins Kraut. Sinnvoll ist es, die winterharten, mehrjährigen Kräuter in die Mitte eines Beetes oder an den hinteren Rand zu setzen, da sie längere Zeit nicht umgesetzt und häufig auch viel höher werden als einjährige Pflanzen.

Mehrjährige Kräuter werden in der Regel
höher als einjährige.

Ob man die Kräuter ungestört wachsen lässt oder sie durch Platten oder Steine voneinander trennt, ist eine reine Anschauungssache. Praktisch sind geometrisch angelegte Würzkräutergärten nach dem Vorbild alter Klostergärten. Bei Platzmangel empfiehlt sich eine Kräuterspirale: Dafür werden grössere und kleinere Steine in Spiralen aufeinandergeschichtet, die Zwischenräume mit Erde gefüllt und mit Kräutern bepflanzt.

Auf diese Weise spart man nicht nur Platz, sondern kann auch sehr gut auf die unterschiedlichen Standortansprüche der Pflanzen eingehen: Vom Feuchtbiotop im unteren Teil bis zur sandigen, sonnigen Trockenlage im oberen Teil ist alles möglich. Geduldige Hobbygärtner säen die Kräuter aus, schneller und unproblematischer ist es, Jungpflanzen zu kaufen und einzupflanzen.

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Kräutergarten auf dem Balkon:

Auch wenn man keinen eigenen Garten hat, auf frisch geerntete Kräuter muss man dennoch nicht verzichten. Ein Blumenkasten oder ein Pflanzkübel findet selbst auf dem kleinsten Balkon und der winzigsten Terrasse Platz, um stets aromatische Kräuter griffbereit zu haben. Wichtig für das Gedeihen der meisten Kräuter ist es, dass sie einen möglichst windgeschützten und sonnigen Platz bekommen und in gute Kompost- oder Gartenerde gepflanzt werden.

Balkonkräuter brauchen je nach Grösse der Pflanzgefässe
mehr oder weniger Wasser.

Kräuter in Pflanzbehältern brauchen mehr Aufmerksamkeit als Kräuter im Garten. Da sie weniger Erde zur Verfügung haben, muss man sie häufiger giessen und zwischendurch immer wieder düngen. Je kleiner die Töpfe sind, um so schneller trocknet die Erde aus. Kübel und Töpfe am besten auf zwei Dachlatten oder Terrakottafüsschen stellen, damit die Abzugslöcher freibleiben und Staunässe verhindert wird.

Wenn man die Blüten zwischendurch immer wieder abknipst, bekommen die Blätter den Pflanzensaft ab und sind aromatischer. Hübsch sehen Kräuter auch in Hängeampeln aus. Dafür jedoch nur Kräuter auswählen, die robust sind und Wind und Zugluft aushalten können, wie Thymian, Rosmarin oder Kapuzinerkresse. Im Spätherbst die Pflanztröge mit den winterharten Pflanzen an einen geschützten Ort in Hausnähe stellen Pflanzen müssen auch im Winter regelmässig gegossen werden, wenn der Boden nicht gefroren ist. Die meisten Pflanzen, die den Winter nicht überstehen, erfrieren nicht, sondern vertrocknen.

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Kräutertöpfe in der Küche:

Platz für Kräuter ist in der kleinsten Küche, vorausgesetzt, sie besitzt ein Fenster, denn die meisten Kräuter lieben Sonne. Die Pflanzgefässe sollten genügend Abzugslöcher haben. Dafür am besten den Boden der Töpfe - dies gilt auch für Pflanzen auf Balkon oder Terrasse - mit Kieselsteinen oder Tonscherben füllen, darauf sandige Gartenerde verteilen, den Rest mit Pflanzerde auffüllen.

Immer erntefrisch: Kräuter auf dem
Balkon oder Fensterbrett.

Auf diese Weise kann das Wasser gut abfliessen, Staunässe wird vermieden, und die Wurzeln können sich besser entfalten. Regelmässiges Giessen und Zurechtschneiden der jungen Triebe garantieren eine üppige Ernte. Am besten gedeihen im Zimmer:

Basilikum, Bohnenkraut, Borretsch, Dill, Estragon, Kerbel, Kresse, Majoran, Petersilie, Rosmarin, Salbei, Sauerampfer, Schnittlauch, Thymian und Melisse.

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Harmonie der Kräuter:

Beim Bepflanzen von Kübeln ist es ratsam, Kräuter mit gleichen Standortansprüchen zusammenzustellen. Gut vertragen sich Basilikum, Majoran, Petersilie und Schnittlauch. Kerbel gedeiht neben Petersilie gut. Aber auch Bohnenkraut, Oregano, Zitronenmelisse, Pimpinelle, Rosmarin, Salbei und Thymian harmonieren bestens.

In einem grossen Pflanzkasten kann man hochwachsende Kräuter, wie Estragon, Liebstöckel und Sauerampfer, gut miteinander kombinieren. Einige Kräuter vertragen sich überhaupt nicht, wie zum Beispiel Petersilie und Minze. Und Schnittlauch fühlt sich alleine im Topf am wohlsten.

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