Kaffee und die verschieden Sorten:
Aus den eher mittelmässigen brasilianischen Arabica-Sorten ragt der Bourbon Santos heraus. Aber selbst diese geschmacklich abgerundete Sorte erfüllt nicht allerhöchste Ansprüche. Der Duft ist nicht besonders ausgeprägt, der Kaffee hat kaum Säure. Das Aroma ist weich, lieblich, ausgewogen. Brasilianischer Kaffee wird meist für Mischungen verwendet.
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| Brasilien (Santos) |
Der mexikanische Kaffee zeigt viel Temperament. Schon der Duft ist würzig-forsch, der Körper hat Kraft, und die Säure ist gut zu spüren. Der Geschmack ist rassig, leicht herb und eine Spur sandig. Nicht sehr nachhaltig, aber harmonisch ausgewogen. Die besten Sorten sind Chiapas, Coatepec, Oaxaca und Pluma. Sehr mild, leicht und harmonisch ist die Riesenbohne Maragogype.
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| Mexiko (Maragogype) |
Eine Bohne mit wenig Körper, die für Mischungen verwendet wird. Der Duft ist intensiv, die Säure mittelmässig, der Geschmack mild und ausgewogen mit feiner Bitternote.
Wird vor allem nach Deutschland und in die USA exportiert. Der sehr kräftige Duft verspricht manchmal mehr, als der Geschmack hält. Schwache Säure, aber harmonisch-milder Gesamteindruck.
Ein reiches Aroma und viel Körper zeichnen diesen oft exquisiten Kaffee aus. Die harmonische Milde mit leichten Säurespitzen macht ihn sehr angenehm und bekömmlich. Ein herausragendes Anbaugebiet ist Antigua Hier besticht neben dem vollmundigen Geschmack noch eine elegante Bitternote. Auch Kaffees aus dem Distrikt Cobàn sind hervorragend.
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| Guatemala |
Viele halten ihn für einen der besten Kaffees der Welt. Schon der intensive Duft kündigt ein rassiges Aroma und viel Körper an. Die Säure ist ausgeprägt, aber nicht dominant; der feine, reine Geschmack harmonisch. Neben besten Qualitäten aus dem Landesinneren kommen auch viele minderwertige Kaffees auf den Markt.
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| Costa Rica |
Dieser weltberühmte Andenkaffee vereint in sich alle Eigenschaften, die ein exzellenter Hochländer haben sollte: reiches, rundes, ausgewogenes Aroma mit leicht süsslichen Nussanklängen; ein kräftiger Körper, die Säure spürbar und doch fein.
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| Kolumbien |
Der König unter den besten Kaffee der Welt - und auch der teuerste von allen. Er wächst in Höhenlagen zwischen 500 und 1600 Metern. Die handverlesenen Bohnen sind gleichmässig voll und kräftig. Unvergleichlich das Aroma, leicht süsslich mit zarter Säure. Seine komplexe Fülle verträgt eine höhere Dosierung. Er bleibt lange im Gaumen und befriedigt höchste Ansprüche.
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| Jamaica |
Ein ausgewogenes, mildes Gewächs. Der Körper dieses Kaffees ist nicht sehr voll und seine Säure ist gering. Eine exzellente und mild-würzige Ausnahme bildet die Pacamara-Bohne, eine Kreuzung zwischen Pacas und Maragogype.
Dieser Kaffee hat in den letzten Jahren an Qualität eingebüsst, gehört in Afrika aber immer noch zur Spitze. Viel Körpervolumen und Kraft, fruchtig, etwas herb, mit erdigen Untertönen. Die Säure ist stark, trotzdem bleibt die Balance gewahrt.
Voller Arabica-Körper, ausgeprägte Säure, nicht ganz rund im Geschmack, etwas flach. Ein guter, milder Alltagskaffee aus Lagen über 1200 Metern. Heute vorwiegend in Mischungen verwendet.
In Äquatornähe wachsen die Kaffeebäume sehr schnell. Daher zeigt die Bohne einen vollen, fast fetten Körper, aber nur wenig Säure; das ergibt einen runden, weichen Geschmack. Ein bekömmlicher, aber kein aufregender Kaffee.
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| Ruanda |
Ein mittelmässiger bis guter Kaffee, der viel zum Mischen benutzt wird. Er hat weniger Säure als der kenianische Nachbar, schmeckt fruchtig-süsslich. Die besten Bohnen kommen aus der Gegend von Moshi am Kilimandscharo. Sie haben einen verführerischen Duft.
Im Geburtsland der Kaffeepflanze wird auch heute noch ein besonderes Gewächs gezüchtet. Die Hochlandbohne hat zwar nur wenig Körper, überzeugt jedoch mit feinem Duft und einem dezenten Aroma, mit elegant austarierter Säure, die mitunter auch scharf wird. Die berühmteste Sorte heisst Harrar und wirkt manchmal spritzig und wild auf der Zunge.
Das zartduftige, feine Aroma des Jemen-Mokkas ist sehr vielfältig. Es setzt sich zusammen aus einem gehaltvollen Körper, edler Säure und leichten Bitternoten, die auch an dunkle Schokolade erinnern.
Betörender Duft. Der Körper ist nicht ganz so voll und üppig wie beim Java. Das ausgeprägte, feinsäuerliche Aroma erhält ein elegantes Profil durch die leichten Bitternoten. Manchmal etwas unausgeglichen. Vielseitig verwendbar: als Espressoröstung oder in der Mischung.
Fast einem Rubenskörper gleicht die im tropischen Idealklima gereifte Javabohne: voll, rund, reich und schön. Der Geschmack geht leicht ins Süssliche, weswegen man die Bohne gern mit dem herben Jemen-Mokka mischt. Kann einer der besten Kaffees der Welt sein, aber unter der Flagge »Java« segeln auch viele zweitklassige Sorten und Blends.
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| Java |
Der exzellente Südseekaffee hat einen gehaltvollen, schönen, fruchtigen Körper, aber nicht viel Säure. Leichte, süsse Nussnoten heben den lieblichen Geschmack. Die beste Sorte heisst Kona und ist pur kaum zu bekommen. Man sagt, dass die Kaffeepflanze nirgends so ideale Wachstumsbedingungen hat wie auf Hawaii.