Fremdländische Küchen sind in:
Pizza aus Italien, Paella aus Spanien, Chili con carne aus Mexiko, Fleisch- oder Fischcurrys aus Indien und nicht zu vergessen die unzähligen asiatischen Klassiker aus dem Wok, die mit unterschiedlichen landestypischen Gewürzen abgeschmeckt werden. Da man diese Gerichte nur dann und wann zubereitet, lohnt es sich meist nicht, die einzelnen Gewürze dafür zu kaufen. Eine fertige Mischung ist deshalb für die meisten Hobbyköchinnen und -köche eine echte Alternative.![]() |
| Gewürze, die in keinem Curry fehlen dürfen: Piment, Kardamom, Ingwer, Kurkuma, Zimt, Nelken, Kreuzkümmel, Paprika. (von oben im Uhrzeigersinn) |
Meister der Gewürzmischungen
Indien ist nicht nur das Ursprungsland der meisten Gewürze - wie
kein anderes Volk verstehen es die Inder auch, die verschiedenen Gewürze miteinander zu kombinieren. Die berühmtesten Gewürzmischungen kommen deshalb aus Indien. Sie werden heute bei uns kopiert und abgepackt auf den Markt gebracht. Aber kaum eine Mischung ist vergleichbar mit dem, was man im Lande selbst serviert bekommt. Denn die Rezepte dafür werden in Indien von Generation zu Generation weitergegeben. Der oberste Grundsatz lautet: Keines der Gewürze darf hervorschmecken, sie müssen eine harmonische Einheit bilden. Für optimalen Geschmack wird jede Mischung erst kurz vor dem Verwenden zubereitet.Garam masala
Was soviel bedeutet wie »warme
Mischung«. Diese Komposition aus bis zu dreizehn Gewürzen soll den Körper erwärmen. Unter anderem findet man darin Kreuzkümmel, Zimt, Nelken, Koriander, Muskat, Kardamom, Lorbeerblätter, manchmal Bockshornklee sowie Chili.Panch phoron
Ist eine bengalische
Gewürzmischung, die aus Kreuzkümmel, Fenchel, Bockshornklee, schwarzen Senfkörnern und Schwarzkümmel besteht. Panch phoron bekommt man in Spezialgeschäften für asiatische Küche. Man kann es aber auch selber mischen und damit vor allem Gerichte mit Hülsenfrüchten und Gemüse würzen.Die Fünfgewürzmischung
Wird
viel in der chinesischen Küche verwendet. Sie besteht aus Sternanis, Sichuanpfeffer, Kassie oder Ceylon-Zimt, Fenchel und Nelken. Man bekommt es als Pulver in gut sortierte Supermärkten und natürlich in Feinkost- und Asiengeschäften. Noch würziger wird jedes Gericht, wenn man sich die Mischung selber zubereitet und bei Bedarf frisch mahlt. China-Würzmischungen bieten die meisten Gewürzhersteller an. Sie enthalten u. a. Koriander Kurkuma, Ingwer und Sternanis. Wie Curry sollte man diese Mischungen immer im heissen Fett mit anrösten, damit sich ihr Aroma entfalten kann. Sie eignen sich nicht für Salate oder kalte Saucen.Weitere internationale Mischungen
Gross im Trend liegt die mexikanische Gewürzmischung. Sie wird zum Würzen von Tortillas, Tacos, Chili con carne oder auch zum Grillen von Fleisch verwendet. Natürlich gibt es ganz spezielle Mischungen zum Würzen von Tacos, Saisa Mexicana, Guacamole und vielen anderen Tex-mex-Gerichten.
Für die Fans der griechischen Grillspezialität Gyros hält der Handel natürlich ebenfalls ein gemischtes Gewürzsalz bereit.
Lange schon auf dem Markt sind spezielle Pizzagewürze, meist Mischungen aus Knoblauch, Majoran, Pfeffer, Oregano, Thymian, Zwiebeln, Anis und Salz, sowie Gewürzmischungen für Wildgerichte, die sich natürlich in erster Linie aus Lorbeer Wacholderbeeren, Piment, Ingwer, Orangenschale und Pfeffer zusammensetzen. Es gibt sogar Würzmischungen für Brathähnchen, Fischgerichte, Gulasch oder Hackfleischgerichte.
Viele, sehr unterschiedliche Würzmischungen werden auf Pfefferbasis hergestellt. Beliebt sind der fruchtige Orangen- oder Zitronenpfeffer. Mit ihren Fruchtschalen sorgen sie für Raffinesse, etwa bei Hühnerragout. Aber auch bunten Pfeffer, eine Mischung aus schwarzem, weissem und grünem Pfeffer Knoblauch, Sellerie oder Zwiebeln kann man in jedem Gewürzregal finden. Wer gerne kocht und Lust zum Experimentieren hat, kreiert am besten seine eigenen Mischungen und zerkleinert sie bei Bedarf frisch.